Startseite
    Blog
    Rezepte A-Z
    Rezepte Top100
    Rezept suchen
      Backen
      Beilagen
      Brot
      Desserts
      Eierspeisen
      Fischgerichte
      Fleischgerichte
      Geflügelgerichte
      Gemüsegerichte
      Getränke
      Gratins
      Grundlagen
      Kuchen
      Käse
      Marmeladen
      Nudelgerichte
      Reisgerichte
      Salate
      Saucen
      Sonstiges
      Vegetarisch
      Vorspeisen
    Werbebanner
    Impressum


Rezept - Suche: in
Partnerseiten:
  • Tolle Animationen und Gifs
  • Schöne Animationen
  • Rezepte Sammlung
  • Haushaltstipps

  • Mit unseren leckeren Rezepten kochen wie Lafer, Horst Lichter, Tim Mälzer, Alfons Schuhbeck, Christian Rach, Alfred Biolek, Oliver, Rolf Zacherl und Steffen Henssler.
     

    Rezept: Kaki, einige Infos

    Menge: 1 Text



    Zutaten für Rezept Kaki, einige Infos:



      Kaki Kakipflaume Chinesische Dattelpflaume Diospyros kaki, Ebenaceae Plaquemine Figue caque Abricot du Japon Japanese persimmon Diospiro Loto di Giappone Kaki del Japon Caqui Virginische Dattelpflaume Diospyros virginiana Lotoskirsche Diospyros lotus

    Die lateinische Bezeichnung wurzelt im griechischen Dios (Gott) und

    Pyros (Getreide), was demnach "göttliche Speise", eine treffliche

    Interpretation fuer die eigenwillig aromatisch-suesse Frucht, die uns

    großzuegig mit Vitaminen und Mineralien versorgt und uns im späten

    Herbst nochmals mit frischen Desserts verwöhnt. Urspruenglich in

    China und Japan beheimatet, werden Kakis heute weltweit in den

    Subtropen angebaut.



    Die Pflanze...



    In Zentralchina heimisch und dort seit Jahrhunderten kultiviert,

    wurde der Kakibaum erst um 1870 in Europa bekannt. In den

    Mittelmeerländern, in Florida und Kalifornien sind davon beachtliche

    Kulturen auf Erwerbsbasis angepflanzt worden. An sich dem

    subtropischen Klimaguertel zugehörend, kommen nördlich der Alpen

    nur geschuetzte milde Weinbergslagen zur Pflanzung in Betracht.

    Kältere Wintertemperaturen als -15 bis -16C werden schlecht

    vertragen. Doch wo die Weinrebe und Feige den normalen Winter

    ueberdauern, kann der Kakibaum in geschuetzten Nischen sein

    Daseinsrecht bestätigen: nach den Eisheiligen gehört der Kakibaum

    ins Freie an einen sonnigen, möglichst windstillen Ort. Da die

    Pflanze im Herbst die Blätter abwirft, genuegt im Winter ein mäßig

    heller Platz. Die Temperatur sollte dort 5 °C nicht uebersteigen.



    Obschon der Baum nicht wählerisch ist hinsichtlich der Bodenarten,

    und auch im alkalischen Bereich gedeiht, werden nährstoffreiche, aber

    durchlässige Böden doch vorgezogen. Nur in solchen ist das

    fruehzeitige Ausreifen des Holzes gewährleistet, was die

    Frostfestigkeit des Baumes erhöht. Ist der Sommer zu kurz oder in

    einem Jahr zu kuehl geraten, besteht das Risiko dass die Fruechte

    nicht voll ausreifen.



    Der Kakibaum kann Wuchshöhen von 10 m erreichen. Die runde Krone, das

    dekorative Blatt und die tomatenähnlichen Fruechte machen diesen

    Baum zu einer ausgesprochenen Zierpflanze. Das große Laubblatt ist

    ungeteilt, mit 6 bis 15 cm Länge oft etwas gewellt und an seinen

    Enden zugespitzt. Im Herbst verfärbt es sich schön bunt und fällt

    oft ab, bevor die Fruechte gepflueckt sind. Alsdann hängen die roten

    Kakikugeln voller Leuchtkraft in den Baumkronen.



    Eher unscheinbar präsentieren sich die Blueten. Neben

    zweigeschlechtigen Bäumen existieren auch Exemplare mit rein

    weiblichen oder rein männlichen Blueten. Doch mit zunehmendem

    Baumalter können Geschlechtsverschiebungen stattfinden. Auch

    existieren jetzt neue parthenokarpe Sorten, bei welchen eine

    Fruchtbildung ohne Bestäubung erfolgt. Liegt eine solche Sorte nicht

    vor und die Fruchtbarkeit eines Baumes lässt zu wuenschen uebrig,

    sollte eine zweite Sorte daneben gepflanzt werden. Eine andere

    Methode besteht darin, einen Kronenast mit einer Befruchtersorte

    aufzupfropfen, wobei das Rindenpfropfen im Fruehjahr gangbar ist.



    Die Fruechte...



    Eine ausreichende Befruchtung ist bei den herkömmlichen Sorten von

    großer Bedeutung fuer die Ausbildung von Farbe, Fruchtfleisch und

    vollem Geschmack. Zur Pollenuebertragung ist das Vorhandensein von

    Bienenvölkern in der Nähe wichtig.



    Die tomatenähnliche Kakifrucht von Gewichten zwischen 100 und 300 g

    färbt zuerst gelb aus und erreicht erst im Oktober/November den

    rötlichen Farbton. Eine duenne, glatte, glänzende Haut umschliesst

    das geleeartige Fruchtfleisch. Dieses ist in 4 bis 16 Fächer

    unterteilt, bleibt vielfach samenlos oder trägt ein bis zwei Samen.

    Der Geschmack wirkt aprikosenähnlich, aromatisch-suess. Die Frucht

    ist reif, wenn sie butterweich ist.



    Ein zu fruehes Abernten hat Defizite im Geschmack zur Folge. Der fuer

    den Wohlgeschmack der Fruechte entscheidende Zuckergehalt kann sich

    während des letzten Monats am Baum noch verdoppeln. Doch wenn die

    sortentypische Färbung erreicht ist und das Fruchtfleisch sich etwas

    erweicht, soll mit dem Abernten nicht gezögert werden. Das Pfluecken

    von Hand ist obligatorisch, da die Fruechte außerordentlich

    empfindlich sind. Zur Lagerung vorgesehene Fruechte muessen frueher

    geerntet werden als solche fuer den Sofortkonsum. Vollentwicklung ist

    auch in diesem Fall notwendig, aber das Fruchtfleisch darf noch nicht

    erweicht sein. Solche Fruechte lassen sich bei -1 bis 0 °C bis zu

    drei Monaten frisch aufbewahren.



    Viele der herkömmlichen Sorten sind direkt vom Baum gepflueckt auch

    reif noch ungeniessbar herb. Ein Entbittern ist möglich durch

    Hängenlassen der Fruechte am Baum bis die ersten leichten Fröste

    eingewirkt haben. Zur Nachreifebehandlung dieser herkömmlichen,

    gerbstoffreichen Sorten existieren verschiedene Methoden. Beim

    Liegenlassen auf Stroh während einigen Wochen normalisiert sich der

    Geschmack. Beschleunigen lässt sich die Essreife durch das

    Zusammenpacken der Kakifruechte mit reifenden Aepfeln in einem

    Kunststoffsack bei Zimmertemperatur. Hier wirkt das Aethylengas der

    Aepfel reifefördernd. Größere Kakimengen lassen sich entbittern

    durch Co2-Begasung oder Behandlung mit Essigbädern. Baumschulen in

    Italien kultivieren jetzt neue samenlose japanische Sorten, wie 'Hana

    Tuyu' und 'Izu', welche geringe Gerbstoffgehalte aufweisen und direkt

    ab Baum geniessbar sind.



    Die Fruechte des Kakibaumes eignen sich zum Frischgenuss, zu

    Salatbeigaben und zur Konfituerenbereitung. Herstellung von Sirup,

    das Heißeinfuellen und Sterilisieren in Dosen oder Gläsern sind

    ebenfalls möglich. Auch das Tiefkuehlen von Kakipueree als Beigabe

    zu Puddings und Eiscreme kann in Betracht kommen. Bereitung von

    "Kakifeigen" ist in China unter der Bezeichnung "Ki-Kwe" ueblich. Zum

    Trocknen der hierzu gevierteilten Fruechte sind Temperaturen von 60

    bis 65 °C empfohlen.



    Verwandte Arten



    Die Virginische Dattelpflaume (Diospyros virginiana) stammt aus dem

    Osten von Nordamerika und wurde 1629 nach Europa gebracht. Als

    winterharter Parkbaum erreicht er eine Höhe bis zu 30 m. Seine

    oval-elliptisch geformten Laubblätter weichen in ihrer Größe nicht

    stark ab von denen des Kakibaumes. Die gelb-orangen Fruechte

    erreichen allerdings nur Kirschengröße von 2 bis 3 cm. Sie sind

    erst nach Frosteinwirkung essbar. Sämlinge von dieser Dattelpflaume

    dienen als Pfropfunterlage fuer den Kakibaum.



    Die aus Asien stammende Lotoskirsche (Diospyros lotus) mit Baumhöhen

    bis zu 20 m ist nicht ganz so frosthart wie die Virginische

    Dattelpflaume. Lotoskirschen sind jedoch weniger kälteempfindlich

    als Kakibäume. Er entwickelt kleinere Laubblätter und auch kleinere

    Fruechte von 12 bis 14 mm Durchmesser. Die gerbstoffhaltigen

    Lotoskirschen können direkt verzehrt oder auch als getrocknete

    Fruechte genossen werden.



    Aus der in Indien heimischen Baumart Diospyros ebenum sind die

    schwarzen echten Ebenholztasten unserer Klaviere angefertigt worden.



    Die Sharonfrucht (Saron-, Scharonfrucht) ist eine isrälische

    Zuechtungsvariante, benannt nach der fruchtbaren Kuestenebene

    zwischen Tel Aviv und dem Karmelgebirge. Sie enthält weniger

    Gerbstoff und schmeckt bei voller Reife besonders suess und

    aromatisch, wobei das Aroma an Quitten, Birnen und Aprikosen

    erinnert. Die festfleischige Sharon kann auch wie ein Apfel mit

    Schale gegessen werden.













    Rezept drucken



    Hat dir dieses Gericht geschmeckt und du suchst ein ganz bestimmtes leckeres Koch- oder Backrezept aus unserer Koch-Sammlung ? Dann suche es mit unserer Suchfunktion:

    Rezeptsuche: in





     
     
    (c) 2003-2024 a.pohl